TARIFSTREIT

Warnstreik in Koblenz: Demo führt am Montag zu Verkehrsbehinderungen

Warnstreik der IG Metall (Symbolbild aus Hannover, 2022). Bildquelle: By Bernd Schwabe in Hannover - Own work, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=125591176

Wegen eines Warnstreiks der IG Metall kommt es am Montag in Koblenz zu einer Demonstration. Autofahrer müssen im Industriegebiet Rheinhafen mit Verkehrsbehinderungen rechnen.

Julian Weberskirch Von
Julian Weberskirch

Wegen einer Demonstration im Rahmen der Tarifbewegung 2026 kann es am kommenden Montag, 2. November, zu Verkehrseinschränkungen in Koblenz kommen. Wie die Stadtverwaltung mitteilt, ist vor allem das Industriegebiet Rheinhafen betroffen. Hintergrund ist ein Warnstreik, zu dem die Gewerkschaft IG Metall aufgerufen hat.

Sternmarsch zum Messegelände

Die Demonstration startet laut Ankündigung um 10:45 Uhr. Die Teilnehmenden versammeln sich auf verschiedenen Firmengeländen im Industriegebiet und ziehen von dort in einem Sternmarsch in Richtung des Messegeländes in Wallersheim. Ein Demonstrationszug bewegt sich über die Hans-Böckler-Straße, ein zweiter über den Wallersheimer Weg. Gegen 11:30 Uhr sollen die Züge am Messegelände eintreffen, wo eine Abschlusskundgebung mit Redebeiträgen geplant ist. Die Versammlung soll voraussichtlich bis 14 Uhr dauern.

Beteiligt an der Aktion sind die Beschäftigten der Unternehmen ZF, Stabilus, Novelis, Deloro, Thales und Kalzip. Auch am Montagabend sowie am Dienstag sind weitere Kundgebungen und Aktionen vor den Werkstoren mehrerer Betriebe geplant.

IG Metall fordert fünf Prozent mehr Lohn

Die IG Metall reagiert mit den Warnstreiks auf die ergebnislosen Tarifverhandlungen in der Metall- und Elektroindustrie. Die Gewerkschaft fordert fünf Prozent mehr Lohn bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Das Angebot der Arbeitgeber sieht hingegen nur eine Lohnerhöhung von 1,3 Prozent ab Juli 2028 sowie eine Einmalzahlung vor. Ali Yener, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Koblenz, bezeichnet das Angebot als eine „Minusrunde“ (Merkurist berichtete).

„Wer täglich Leistung bringt und die Zukunft der Industrie mitgestaltet, hat mehr verdient“, so Yener. Die Beschäftigten seien bereit, für ihre Forderungen einzustehen. Man wolle einen fairen Tarifabschluss und keine Konfrontation um ihrer selbst willen.

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