Die umfassende Sanierung des Polizeipräsidiums in Koblenz soll moderne Arbeitsplätze schaffen, doch der genaue Zeitplan für die Maßnahme und den damit verbundenen Umzug bleibt weiterhin unklar. Dies geht aus der Antwort auf eine Anfrage des Koblenzer CDU-Landtagsabgeordneten Philip Rünz an die Landesregierung hervor.
Für 20 Millionen Euro soll das technisch veraltete Polizeipräsidium am Moselring eine grundlegende Sanierung erhalten (Merkurist berichtete). Um die Arbeiten zu ermöglichen, hat das Land das sogenannte Dornbach-Haus in der Koblenzer Straße gekauft. Dorthin soll ein Teil der rund 600 Beschäftigten während der Generalüberholung umziehen. Das Bürogebäude befindet sich im Stadtteil Rauental zwischen den Kliniken Marienhof und Kemperhof.
Umzug frühestens 2027
Wie aus dem Antwortschreiben von Staatssekretärin Vanessa Fischer hervorgeht, soll das Dornbach-Haus im Frühjahr 2027 an das Land übergeben werden. Da laut der Staatssekretärin aber noch kein detaillierter Umbauzeitplan des Investors für das Gebäude vorliegt, kann aktuell kein konkreter Umzugstermin genannt werden. Auch für die Sanierung des Hauptgebäudes am Moselring werden die Grundlagen noch ermittelt, weshalb verbindliche Aussagen zum Zeitplan dort ebenfalls nicht möglich sind.
Moderne Infrastruktur für die Polizei
Der CDU-Abgeordnete Rünz, der Obmann seiner Fraktion im Innenausschuss ist, betont die Wichtigkeit des Vorhabens: „Eine leistungsfähige Polizei ist essenziell für die Sicherheit in unserem Land.“ Die Sanierung der in die Jahre gekommenen Liegenschaft sei daher ein wichtiger Schritt.
Die Modernisierung soll ausdrücklich auch die technische Infrastruktur und das Datennetz umfassen. „Ich begrüße es ausdrücklich, dass das Land die Sanierung des Polizeipräsidiums konsequent angeht und dabei auch das Datennetz und die technische Infrastruktur in den Blick nimmt“, so Rünz. Dies sei besonders für Bereiche wie Cybercrime und IT-Forensik dringend notwendig. Nach Abschluss der Maßnahme und dem Rückzug der Polizei soll das Dornbach-Haus von anderen Landesbehörden genutzt werden.



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