NEUE MASSNAHMEN

Videoüberwachung und Notrufsäule: So will Koblenz sicherer werden

Eine Überwachungskamera an einer Hauswand.
Eine Überwachungskamera (Symbolbild). Bildquelle: pexels

Koblenz will Angsträume beseitigen. In der Unterführung am Saarplatz gibt es eine neue Notrufanlage. Geplant sind zudem mehr Kontrollen und eine gezielte Videoüberwachung an einzelnen Orten.

Julian Weberskirch Von
Julian Weberskirch

Ein mulmiges Gefühl in schlecht beleuchteten Unterführungen, das soll in Koblenz der Vergangenheit angehören. Oberbürgermeister David Langner hat bei der Einbringung des Haushaltsentwurfs für 2027 erklärt, wie die Stadt für mehr Sicherheit im öffentlichen Raum sorgen will. „Den Menschen Sicherheit geben, gehört zu den grundlegenden Aufgaben unserer Stadt“, sagte Langner. Dazu gehöre auch, „dass sich die Menschen im öffentlichen Raum wohl und sicher fühlen können.“

Mehr Kontrollen und Videoüberwachung geplant

Eine erste konkrete Maßnahme wurde bereits umgesetzt: In der Unterführung am Saarplatz ist laut Stadt eine Notrufmeldeanlage mit direktem Kontakt zur Polizei eingerichtet worden. Zudem sollen Ordnungsamt und Polizei gemeinsam verstärkt Kontrollen durchführen. Die Stadt will auch weitere sogenannte Angsträume gezielt beseitigen, also Orte, an denen sich Menschen unwohl fühlen, weil sie etwa schlecht einsehbar oder dunkel sind.

Am meisten diskutiert werden dürfte die geplante Videoüberwachung. Die Stadt will die Möglichkeiten einer „punktuellen und verantwortungsvollen Videoüberwachung“ vorantreiben, so Langner. Kameras könnten helfen, Menschen zu schützen, Vandalismus vorzubeugen und Straftaten aufzuklären. Allerdings ist die Einführung noch nicht endgültig beschlossen. Wie es in der Rede des Oberbürgermeisters heißt, will die Stadt gemeinsam mit dem Land zunächst klären, welche rechtlichen und technischen Voraussetzungen dafür geschaffen werden müssen (Merkurist berichtete).

Videoüberwachung in Koblenz

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Investitionen in Feuerwehr und Katastrophenschutz

Zum Sicherheitskonzept gehören für die Stadt auch Investitionen in den Zivil- und Katastrophenschutz. Angesichts von Klimawandel-Folgen und Cyberangriffen seien diese laut OB „dringend notwendig“. Konkret wird 2027 der Neubau des Feuerwehrgerätehauses in Horchheim weitergeführt, der rund 7,8 Millionen Euro kostet. Ein weiteres Großprojekt ist die integrierte Leitstelle, die Ende 2030 in Betrieb gehen soll.

Bisher handelt es sich bei den Plänen um Vorschläge aus dem Haushaltsentwurf. Die Fraktionen im Stadtrat werden nun darüber beraten, bevor am 18. Dezember die endgültige Entscheidung fällt.