TAXI GEGEN UBER

Uber in Koblenz: Taxiverband schlägt Alarm bei der Stadt

Ein Taxi (Symbolbild). Bildquelle: unsplash

Seit Uber in Koblenz Fahrten anbietet, fürchten Taxiunternehmer um ihre Existenz. Der Verkehrsgewerbeverband hat nun bei der Stadt vorgesprochen und fordert, dass für alle die gleichen Regeln gelten.

Julian Weberskirch Von
Julian Weberskirch

Der Start des Fahrtenvermittlers Uber in Koblenz Anfang Oktober sorgt für Unruhe im lokalen Taxigewerbe. Viele Unternehmer fürchten um ihre Zukunft und sehen sich unfairem Wettbewerb ausgesetzt. Aus diesem Grund hat der Verband des Verkehrsgewerbes Rheinland (VDV) in dieser Woche Gespräche mit der Koblenzer Stadtspitze und der SPD-Fraktion geführt. Wie der Verband mitteilt, lautet die zentrale Forderung: faire Wettbewerbsbedingungen und die konsequente Einhaltung der Gesetze.

Sorge um die Existenz der Taxiunternehmen

Am Montag informierten Vertreter des Verbands die SPD-Fraktion über die Herausforderungen, am Donnerstag folgte ein Treffen mit Oberbürgermeister David Langner, Bürgermeisterin Dr. Dagmar Kranz und einem Vertreter des Ordnungsamtes. Auch der Koblenzer Taxiunternehmer Erich Pohren nahm an dem Gespräch teil.

Der wirtschaftliche Druck auf die Mitgliedsunternehmen sei teilweise erheblich, erklärt VDV-Geschäftsführer Guido Borning. „Viele Unternehmer haben große Sorgen um die Zukunft ihrer Betriebe.“ Es gehe nicht darum, neue Mobilitätsangebote wie Uber grundsätzlich zu verhindern. „Entscheidend ist aber, dass für alle Marktteilnehmer die gesetzlichen Spielregeln gelten und diese auch eingehalten werden“, betont Borning.

Streitpunkt Rückkehrpflicht

Konkret fordert der Verband, dass die Stadt die gesetzlichen Vorgaben für Mietwagen- und Taxiverkehre konsequent anwendet und überwacht. Ein zentraler Punkt ist dabei die sogenannte Rückkehrpflicht. Diese besagt, dass Mietwagen – wie sie von Uber-Partnern eingesetzt werden – nach jeder Fahrt zu ihrem Betriebssitz zurückkehren müssen und nicht wie Taxis auf der Straße auf den nächsten Kunden warten dürfen. Der Verband fordert zudem eine sorgfältige Prüfung der Unternehmen bereits im Genehmigungsverfahren.

Die Missachtung solcher Regeln könne zu Wettbewerbsverzerrungen führen. „Ein funktionierendes Taxigewerbe ist ein wichtiger Bestandteil der örtlichen Mobilitätsversorgung“, erklärt Fachspartenleiter Ted Röhrig. Man müsse frühzeitig hinsehen, bevor sich problematische Entwicklungen verfestigen. Der Verband kündigte an, bei dem Thema nicht lockerzulassen und den Dialog auch auf Landesebene fortzusetzen.

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