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Koblenzer Seilbahn steht vor großem Umbau: Das soll sich ändern

Seilbahn Koblenz (Archivbild). Bildquelle: Pixabay

Ab Herbst 2027 soll die Seilbahn Koblenz für rund sechs Monate stillstehen. Geschäftsführer Eugen Nigsch verrät im Gespräch mit Merkurist, was sich verändern wird, warum die Modernisierung notwendig ist und was hinter der Jahreskarte für 99 Euro steckt.

Seit der Bundesgartenschau 2011 gehört die Seilbahn fest zum Koblenzer Stadtbild. Jährlich schweben zwischen 700.000 und 720.000 Gäste mit ihr über den Rhein. Doch bald steht eine größere Veränderung bevor: Ab Oktober 2027 sollen die Stationen der Seilbahn umgebaut werden. Geschäftsführer Eugen Nigsch, der seit 2016 an der Spitze des Unternehmens steht, blickt optimistisch auf die Zukunft.

„Für mich ist die Seilbahn Koblenz mittlerweile ein Teil der Identität dieser Stadt“, sagt Nigsch im Gespräch mit Merkurist. Dass aus der einstigen BUGA-Attraktion einmal ein fester Bestandteil von Koblenz werden würde, sei damals nicht abzusehen gewesen. Vor allem der Einsatz der Menschen für den Erhalt habe ihn beeindruckt. „Das hat gezeigt: Die Seilbahn war eben nicht mehr nur ‚die Seilbahn der BUGA‘, sondern bereits ‚die Seilbahn von Koblenz‘.“

Was sich ab 2027 verändern soll

Mit dem geplanten Umbau sollen die Voraussetzungen für eine dauerhafte Betriebsgenehmigung geschaffen werden. Dabei spielt der Denkmalschutz eine wichtige Rolle. Insbesondere die Nähe der Talstation zur Kastorkirche wurde seit dem Bau kritisch diskutiert.

Künftig sollen deshalb alle Gondeln nachts an der Bergstation untergebracht werden können. Bislang steht ein Teil davon in der Talstation. Auch das Erscheinungsbild der Stationen soll sich verändern. „Durch diese Maßnahmen wollen wir die dauerhafte Betriebsgenehmigung erwirken, daher ist der Konsens mit dem Denkmalschutz für uns sehr wichtig“, erklärt Nigsch.

Die Arbeiten sind von Oktober 2027 bis April 2028 geplant. Währenddessen wird die Seilbahn voraussichtlich sechs Monate außer Betrieb sein. Das Fahrerlebnis soll anschließend aber unverändert bleiben. Für Nigsch ist die Modernisierung vor allem eine langfristige Investition: „Man investiert nicht in dieser Größenordnung, wenn man nur an die nächsten ein oder zwei Jahre denkt.“

Jahreskarte für 99 Euro als Dankeschön

Bevor der Umbau beginnt, können Besucher die Seilbahn 2027 noch einmal in ihrer vertrauten Form erleben. Dafür gibt es eine besondere Aktion: Gemeinsam mit der Festung Ehrenbreitstein bietet die Seilbahn eine Kombi-Jahreskarte für Erwachsene zum Vorverkaufspreis von 99 Euro an.

„Die Aktion ist vor allem eines: ein Dankeschön“, sagt Nigsch. Damit wolle man sich bei den Menschen aus Koblenz und der Region für ihre langjährige Unterstützung bedanken.

Die Karte ermöglicht während der regulären Betriebszeiten beliebig viele Seilbahnfahrten und beinhaltet außerdem den Besuch der Festung Ehrenbreitstein mit ihren Museen und Ausstellungen. Auch Veranstaltungen wie die Historienspiele, die Landpartie, die Gauklerfestung und Horizonte sind enthalten.

Für Nigsch liegt der Vorteil vor allem in der spontanen Nutzung: „Man muss dann nicht überlegen: ‚Lohnt sich heute ein Ticket?‘ Man steigt einfach ein.“

Die Kombi-Jahreskarte ist noch bis zum 10. Januar 2027 für 99 Euro erhältlich. Interessierte können sie an den Kassen der Seilbahn Koblenz und der Festung Ehrenbreitstein kaufen oder als Gutschein verschenken. Weitere Informationen gibt es unter www.seilbahn-koblenz.de.

Für die Zukunft hat Eugen Nigsch einen Wunsch: „Ich wünsche mir vor allem, dass die Menschen auch in 15, 20 oder 30 Jahren noch sagen: ‚Die Seilbahn gehört zu Koblenz. Gut dass wir Sie haben!‘“