Männer zum Test aufgerufen

Gesundheitsamt warnt: Syphilis-Welle in Koblenz

Hände in weißen Handschuhe halten eine Blutprobe in einem Labor.
Ein Bluttest in einem Labor (Symbolbild). Bildquelle: unsplash

Das Gesundheitsamt Mayen-Koblenz warnt vor Syphilis. Zwei infizierte Prostituierte hatten im Raum Koblenz ungeschützten Sex mit bis zu 30 Männern. Diese sollen sich nun dringend testen lassen.

Julian Weberskirch Von
Julian Weberskirch

Das Gesundheitsamt Mayen-Koblenz schlägt Alarm und warnt vor einer möglichen Ansteckung mit der sexuell übertragbaren Krankheit Syphilis. Wie die Kreisverwaltung am Donnerstag mitteilt, sind zwei Prostituierte positiv getestet worden. Sie sollen Anfang Oktober im Raum Koblenz innerhalb weniger Stunden ungeschützten Geschlechtsverkehr mit schätzungsweise 20 bis 30 Männern gehabt haben.

Die Behörde appelliert daher eindringlich an die betroffenen Männer, sich schnellstmöglich ärztlich untersuchen zu lassen. Nur so könnten Infektionen frühzeitig erkannt und eine weitere Ausbreitung der Krankheit verhindert werden.

Zwei Frauen positiv auf Syphilis getestet

Hintergrund des Aufrufs: Am 5. Oktober erhielt die Kreisverwaltung Hinweise darauf, dass zwei Frauen im Raum Koblenz sexuelle Dienstleistungen ohne Kondom anbieten würden. Bei einer Kontrolle am darauffolgenden Tag, die mit Unterstützung der Polizei stattfand, veranlasste das Gesundheitsamt entsprechende Untersuchungen. Die Ergebnisse liegen nun vor und bestätigen bei beiden Frauen eine Infektion mit Syphilis.

Syphilis ist eine Infektionskrankheit, die unbehandelt zu schwerwiegenden gesundheitlichen Schäden führen kann. Eine besondere Gefahr besteht darin, dass eine Infektion zunächst ohne erkennbare Beschwerden verlaufen kann. Betroffene können die Krankheit daher unwissentlich an andere Menschen weitergeben.

Gesundheitsamt appelliert an betroffene Männer

Der Appell des Gesundheitsamtes richtet sich deshalb an alle Männer, die Anfang Oktober im Raum Koblenz ungeschützten Geschlechtsverkehr im Zusammenhang mit Prostitution hatten. Sie sollten sich auch ohne Symptome untersuchen lassen. Eine frühzeitige Diagnose und Therapie sind besonders wichtig, da Syphilis gut mit Antibiotika behandelbar ist.

Wer befürchtet, sich angesteckt zu haben, sollte sich an seinen Hausarzt, einen Facharzt oder das Gesundheitsamt Mayen-Koblenz wenden. Die Beratung erfolgt vertraulich. Je nach Zeitpunkt des Kontakts kann eine erneute Untersuchung erforderlich sein.

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