Nach Hinweisen auf Drogenhandel hat die Kriminaldirektion Koblenz am heutigen Dienstag mehrere Wohnungen in Koblenz-Pfaffendorf durchsucht. Das teilt das Polizeipräsidium Koblenz mit.
Zuvor hatte es aus der Bevölkerung Hinweise auf einen regen Drogenhandel in dem Stadtteil gegeben. Dieser soll sich insbesondere auf öffentlichen Flächen und Plätzen abgespielt haben. Daraufhin ordnete ein Richter die Durchsuchungen in verschiedenen Wohnhäusern an.
Bei dem Einsatz fanden die Beamten kleinere Konsummengen illegaler Betäubungsmittel und stellten diese sicher. Außerdem wurden legale Mengen Cannabis festgestellt.
Hohe Fallzahlen in der Statistik
Eine Auswertung der Polizeilichen Kriminalstatistik für das Jahr 2025 hatte ergeben, dass Koblenz bei Rauschgiftdelikten im Städtevergleich bundesweit an der Spitze steht, wenn man die Fälle auf die Einwohnerzahl umrechnet. Koblenz landete damit noch vor Metropolen wie Frankfurt am Main.
Bei Rauschgiftdelikten handelt es sich um sogenannte Kontrolldelikte. Das heißt, sie tauchen in der Statistik meist nur dann auf, wenn die Polizei aktiv kontrolliert und fündig wird. Eine hohe Fallzahl kann daher auch ein Indikator für eine hohe Kontrolldichte und eine erfolgreiche Ermittlungsarbeit sein und bedeutet nicht zwangsläufig, dass in Koblenz mehr Drogen konsumiert werden als anderswo.



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